ohrenschmaus


Zu zweit
El paño moruno (Spanisch) de Falla
In einem Laden gibt es ein wunderschönes nordafrikanisches Tuch - aber ach, das Tuch hat einen Fleck. Natürlich hat das Tuch dadurch an Wert verloren und ist billiger zu haben. Das 1912 entstandene Lied "El paño moruno" stammt von Manuel de Falla, einem Komponisten aus Cádiz, Andalusien.
Trago fados nos sentidos (Portugiesisch) Rodrigues/Rocha
Die portugiesische Fadosängerin hat vieles in sich - vor allem Fados, also Traurigkeit, verlorene Träume in einsamen Nächten, eine ganze Symphonie, voll Todessehnsucht, Augen, ausgetrocknet vom Weinen seit der Kindheit. Mondnächte, blühende Flächen, Himmel und Meer - und noch viel größere Schmerzen.
Gjelem gjelem (Romanes) trad.
Gjelem Gjelem ist die einzige Hymne, die wir im Programm haben. Die Hymne eines Volkes, das zwar keinen Staat hat, aber zumindest eine Hymne. Es geht um die Roma: Gjelem gjelem.
Zu viert
Cantigas de maio (Portugiesisch) José Afonso
„Gesänge des Mai“, von jenem Komponisten, dessen Komposition „Grândola vila morena“
den Auftakt für die „Nelkenrevolution“ 1974 bildete. Eine wesentliche Textzeile: „Es ist das Volk, das fürderhin bestimmen wird.“ Die weitere Entwicklung ist bekannt…hoffentlich…
Φωτια και χιονι (Fotia kai chioni – Griechisch) Dulce Pontes
Es geht um einen Neujahrsgruß an einen geliebten Menschen: Erst war man beisammen, dann ist man getrennt und hofft, wieder zusammen zu kommen. „Zieh dich warm an. Wenn man getrennt ist, ist es kalt.“
Razon de vivir (Spanisch) Mercedes Sosa
An die geliebte Person: Du bist der Grund, weshalb es sich zu leben lohnt. Nachzudenken, miteinander zu reden, zusammen zu sein, Deine Liebe zu spüren, in Deine klaren Augen zu blicken.